ATEX - Deponiegasmonitor GA5000

  • Qualitätskontrolle von Deponiegas, Messung der Hauptbestandteile im Deponiegas, Optimierung der Gasabsaugung einer Deponie
  • Neben Deponiegas können natürlich auch andere biogene Gase wie Biogas, Rottegas und gasförmige Emissionen von Fermentern oder Klärschlamm gemessen werden.
  • Messung von Methan (CH4), Kohlendioxid (CO2), Sauerstoff (O2), Schwefelwasserstoff (H2S) und anderen Gasen (intern) sowie Druck (Luftdruck und Relativdruck in der Messgasleitung);
  • IR-Absorption (CH4, CO2), langlebige Sensormesstechnik (O2);
  • wasserstoffkompensierte Kohlenmonoxid (CO) - Messung für eine verläßlichere Feststellung eines möglichen Brandes in einer Deponie (Option)
  • GA5000 mit ATEX-Zulassung ( Ex II 2G EEx ib IIA T1 Gb ( Ta = -10°C bis +50°C ) )
  • robustes Gehäuse
  • Im Vergleich zu den Vorgängern GA94 und GA2000: kleiner, leichter, einfacher, schneller, genauer

GA5000 Messvorgang

Mit Hilfe des GA5000 führt der Anwender selbst regelmäßige Messungen nach Deponieverordnung (früher TA Siedlungsabfall) aus. Die Bedienung erweist sich für den Anwender durch die selbsterklärende Menüführung in deutscher Sprache als einfach.

  1. Anschalten
  2. Nullpunkt des CH4-Messkanals einstellen (einmal arbeitstäglich)
  3. Probenahmesonde an Messpunkt anschließen
  4. Messgas absaugen und Stabilisierung der Messwerte abwarten
  5. Nach etwa 1 Minute können Sie die Messwerte speichern
  6. Vor der nächsten Messung und besonders vor dem Verstauen muss der Analysator mit sauberer Umgebungsluft gespült werden
  7. Die Daten können Sie am Ende des Arbeitstages über die spezielle Datenübertragungssoftware GAMS auf PC übertragen

GA5000 Optionen

  • als Option mit internen elektrochemischen Sensoren
    - Schwefelwasserstoff (H2S),
    - Kohlenmonoxid (CO)
    - Wasserstoff (H2)
    - Ammoniak (NH3)
  • Gasflussmessung mit externen Messeinrichtungen
    (z.B. Anemometer mit ATEX-Zulassung)
  • Temperaturmessung
    (mit optionaler Temperatursonde mit ATEX-Zulassung)
  • GPS optional, intern

GA5000 für verbesserte Branderkennung

Mit dem GA5000 ist eine verbesserte Branderkennung durch die Messung der Komponente CO möglich. Wasserstoff, Schwefelwasserstoff und höhere Kohlenwasserstoffe haben keinen Einfluss mehr auf die Kohlenmonoxid-Anzeige. Dies wird durch zwei Maßnahmen erreicht:

  1. die Querempfindlichkeit des CO-Sensors auf Wasserstoff wurde minimiert und
  2. vor der Messung des CO wird ein Aktivkohleadsorber in den Gasweg eingebaut. Der Adsorber bindet Schwefelwasserstoff und die höheren Kohlenwasserstoffe, die damit aus dem Messgas entfernt werden.

GA5000 Beschreibung

Der Deponiegasmonitor GA5000 ist ein robuster, handlicher, akkubetriebener Analysator, der für die regelmäßige Messung der Hauptbestandteile von biogenem Gas (mit ausschließlich Methan als Kohlenwasserstoffanteil), wie Deponiegas entwickelt wurde. Daneben können natürlich auch Biogas, Bodenluft und gasförmige Emissionen von Fermentern oder Klärschlamm gemessen werden.

Durch die starken Pumpe wird das Probengas über einen Filter in die Messzelle gefördert, der auch als Wassersperre dient. Das GA5000 ist unbeheizt; darum muss eine eventuelle Kondensation von Feuchte im Analysator unbedingt vermieden werden. Bei geringen Messzeiten von wenigen Minuten im Beisein des Anwenders ist die Feuchte normalerweise kein Problem.

Die Messung von Methan und Kohlendioxid erfolgt mit der zuverlässigen Infrarot-Methode bei verschiedenen Messwellenlängen. Für die Bestimmung des Sauerstoffs wird ein langlebiger elektrochemischer Sensor verwendet. Die Konzentrationsanzeige bei den bisher genannten Komponenten erfolgt in Vol.-%. Die analytischen Fähigkeiten werden durch zusätzliche interne elektrochemische Sensoren im ppm-Konzentrationsbereich erweitert, z.B. Schwefelwasserstoff (in verschiedenen alternativen Messbereichen), Kohlenmonoxid (auch wasserstoffkompensiert), Wasserstoff und Ammoniak. Das GA5000 liefert sehr genaue Messwerte (IR).

 

 

Technische Daten

 Spezifikationen
Messprinzip: Infrarotabsorption für Methan (CH4) und Kohlendioxid (CO2) bei selektiven Wellenlängen,
elektrochemische Zelle für Sauerstoff (O2) (langlebig), Schwefelwasserstoff (H2S), Kohlenmonoxid (CO), Wassertoff (H2) und Ammoniak (NH3).
Messbereiche: 0-100 Vol.-% CH4
(Nachweisgrenze (NWG) ca. 0,25 Vol.-%) für Methan,
0-100 Vol.-% CO2
(NWG ca. 0,25 Vol.%) für Kohlendioxid,
0-25 Vol.-% O2),
(NWG ca. 0,5 Vol.-%) für Sauerstoff.


0-200 ppm H2S
(NWG ca. 2 ppm) für Schwefelwasserstoff,
oder alternativ
0-1 000 ppm H2S
(NWG ca. 10 ppm) für Schwefelwasserstoff,
oder alternativ
0-10 000 ppm H2S
(NWG ca. 50 ppm) für Schwefelwasserstoff,

0-500 ppm CO (zur Trenderkennung)
(NWG ca. 5 ppm) für Kohlenmonoxid
oder alernativ
0-2 000 ppm CO (wasserstoffkompensiert)
(NWG ca. 20 ppm) für Kohlenmonoxid,

oder
0-1000 ppm H2 (zur Trenderkennung)
(NWG ca. 10 ppm) für Wasserstoff

oder
1000 ppm NH3 (zur Trenderkennung)
(NWG ca. 10 ppm) für Ammoniak.

Die zusätzlichen Komponenten und deren jeweiliger Messbereich sind bei einer Bestellung durch den Anwender gemäß der vorliegenden Konzentration bzw. der benötigten Nachweisgrenze auszuwählen.
Querempfindlichkeiten: Dabei handelt es sich um ein allgemeines messprinzipbedingtes Phänomen:
Bei den elektrochemischen Sensoren kann es durch andere ebenfalls vorkommenden Komponenten zu Mehr- oder Minderbefunden kommen. Beispiele:
Die Messung von Kohlenmonoxid (CO) wird durch das Vorliegen von Wasserstoff (H2) und
die Messung von Ammoniak (NH3) durch das Vorliegen von höheren Konzentrationen an Kohlendíoxid (CO2) beeinträchtigt.
Fördervolumen: starke Pumpe intern,
Pumpe stoppt bei ca. 400 mbar Unterdruck (rel.),
ca. 0,52 l/ min bei freiem Fluss,
typischer Arbeitsbereich ca. ± 200 mbar (rel.).
Genauigkeit Methan: Messbereich 0-70 Vol.-%,
Fehler ± 0,5 Vol.-% (abs.),
Messbereich 70-100 Vol.-%,
Fehler ± 1,5 Vol.-% (abs.).
Genauigkeit Kohlendioxid: Messbereich 0-60 Vol.-%,
Fehler ± 0,5 Vol.-% (abs),
Messbereich 60-100 Vol.-%,
Fehler ± 1,5 Vol.-% (abs).
Genauigkeit Sauerstoff: Messbereich 0-25 Vol.-%,
Fehler ± 1 Vol.-% (abs.)
Genauigkeit Schwefelwasserstoff: Messbereich 0-200 ppm,
Fehler ± 2,0 % (rel.) vom Messbereichsendwert (MBE),
oder alternativ:
Messbereich 0-1000 ppm,
Fehler ± 2,0 % (rel.) vom Messbereichsendwert (MBE),
oder alternativ:
Messbereich 0-10000 ppm,
Fehler ± 5,0 % (rel.) vom Messbereichsendwert (MBE).
Genauigkeit Kohlenmonoxid: Messbereich 0-500 ppm,
Fehler ± 2,0 % (rel.) vom Messbereichsendwert,
zur Indikation,
Messbereich 0-2000 ppm\wasserstoffkompensiert,
Fehler ± 1,0 % (rel.) vom Messbereichsendwert
(kompensiert bis 2000 ppm Wasserstoff).
Genauigkeit atmosphärischer Druck: Messbereich 500 bis 1500 mbar (abs.)
bwz. ± 500 mbar (rel.),
Fehler ± 5 mbar (abs.)
Genauigkeit Relativdruck: Messbereich 500 bis 1500 mbar (abs.)
bzw. ± 500 mbar (rel.),
Fehler ± 4 - ± 15 mbar (abs.)
Genauigkeit Temperatur (Option): mit optionaler Temperatursonde,
Messbereich -10 bis +75°C,
Fehler ± 0,5 °C (abs.)
Flussmessung (Option): mit optionalen Flussmesseinrichtungen,
Pitot-Rohr, Blende, Anemometer.
Temperatur (Umgebung): -10 bis +50 °C
Luftdruck (Umgebung): 700 bis 1200 mbar (abs.)
Feuchte (Umgebung): 0 bis 95 %rH,
nicht kondensierend
Batteriebetrieb: Arbeitszeit: ca. 6-8 Stunden (im Auslieferungszustand),
Ladezeit: ca. 3 Stunden bei vollständiger Entladung.
Datenspeicher: bis 4 000 Wertesätze, 2000 Kennungen,
Anzeige am Analysator und Datenübertragung auf PC mit optionalem Datenübertragungsprogramm.
Schutzart: IP 65
Anzeige: Flachbildschirm, 4,3", Farbe, hochauflösend
Maße: 22 cm x 15,5 cm x 5 cm (Länge x Breite x Tiefe)
Gewicht: ca. 1,5 kg.