Extrel Massenspektrometer

Das Prozess-taugliches Quadrupol-Massenspektrometer ist speziell konzipiert für die Konzentrationsanalyse von Gasgemischen unter harten Prozessbedingungen, was auch heiße und feuchte Gasgemische einschließt. Das Gerät analysiert die Zusammensetzung innerhalb von Sekunden, weshalb Software und Probenahme bereits für die Mehrpunktanalyse (bis 61, bzw. 80  Messstellen) ausgelegt sind. Prinzipiell sind alle Komponenten zwischen wenigen ppb und 100 % messbar.

Im Vergleich zu den alternativen Analysenmethoden zeichnet sich die Massenspektrometrie dadurch aus,
- dass die Messung sehr schnell ist (wenige Sekunden)
- dass auch im Unterdruckbereich (bis 10 mbar absolut) gemessen werden kann.
- dass sie mit geringstem Messgasfluss (wenige µl/min) auskommt.
- eine große Messbereichsdynamik aufweist (% bis ppb)
- Komponenten erfassen kann, die mit anderen Methoden nur schwer zu messen sind, z.B.: Helium, Argon, Krypton, Stickstoff, Wasserstoff, Deuterium, Chlor und Fluor.

Diese Eigenschaften machen die Massenspektrometrie zu einem idealen Werkzeug für eine Reihe industrieller Anwendungen wie: Überwachung von Fermentation, Lösemitteltrocknung, Ammoniaksynthese, Ethylensynthese, Ethylenoxid-Herstellung, Stahlproduktion (Steel Basic Oxygen Process (BOP), Steel Vacuum Oxygen Decarburization (VOD).
 

 Eigenschaften der Extrel-Massenspektrometer MS
Massenselektor Qudrupol-Massenfilter
Stabelektroden mit 19 mm Durchmesser
Massenbereich 2 bis 250 AMU (Standard), bis 300 AMU (Option)
Ionisierung Elektronen-Stoss-Ionisierung
Elektronenquellen zwei Filamente: ein Betriebs- und ein stand-by-Filament
mit automatischer Umschaltung bei Ausfall
Detektoren Faraday-Detektor, alternativ
Kombination Faraday-Detektor
und Elektronen-Vervielfacher (SEV)
Probenzuführung
in Vakuumsystem
via Edelstahl-Kapillare
Detektierbare
Komponenten
Alle Gase und Dämpfe (bzw. deren Fragmentionen)
mit einer Molmasse im Bereich des Analysators
Nachweisgrenze Für Komponenten ohne spektrale Überlagerungen,
bei einer Messdauer von 300 ms je Massepunkt:
Faraday-Detektor: 10 PPM (parts per million).
Elektronen-Vervielfacher: 10 PPB (parts per billion)
Messbereichsgrenze 100%
Messbereichs-
Dynamik
Faraday Detektor: Fünf Zehnerpotenzen
Doppel-Detektor (Faraday/SEV): Acht Zehnerpotenzen
Genauigkeit ± 0,0025 absolut, basierend auf einer Argon-Konzentration von 1%
ohne Querempfindlichkeiten (0,25% relative Standardabweichung)
Stabilität/Drift ± 0,005 absolut in 30 Tagen, basierend auf einer Argon-Konzentration von 1%
ohne Querempfindlichkeiten
(0,25% relative Standardabweichung)
Messdauer Standardbetrieb: 400 Millisekunden je Komponente
Spezialbetrieb kleiner eine Millisekunde möglich
Daten-Verarbeitung Extrel Prozess-Kontroll-Software Paket,
für Prozessgasanalyse und Steuerung
beliebig einstellbare Messwert-/Trendanzeige
beliebig einstellbare Beprobungs-Sequenz
beliebig programmierbare Sekundärgrößen
frei programmierbares Alarmverhalten
Datenanbindung Ethernet: TCP/IP, Modbus, RTU, Analogausgänge
Anforderung an den
Auswerterechner
Pentium IV oder besser, Microsoft Windows 7 ,
ein PCI-Slot mit vollem Funktionsumfang, CD-ROM,
512 MB freier RAM-Speicher, 10 MB freier Speicher auf der Festplatte.
Prozessanbindung: TCP/IP, Ethernet, MODBUS (bidirektional), OPC, analog
Energieversorgung 100 - 120 VAC, 50/60 Hz. 12 A, Wechselstrom
200 - 240 VAC, 50/60 Hz, 6.3 A, Wechselstrom
Vakuum-System geschützt gegen Ausfall der Stromversorgung
Temperatur Betrieb -26 °C bis 49°C Kaltstart: T > 12 °C
Gewicht 190 kg (Analysator), 18 kg (Rollwagen)
Abmessungen 1561 x 1215 x 640 (H x B x T ) in mm
(einschl Rollwagen)
Kompatibilität zu 21 CFR, Part 11
(US Food and Drug Administration)
Zulassung(en) CE,
optional ATEX IIBT3 oder T4
Option Vielpunktprobenahme-Umschaltventil
(16, 31, 46, 61, 80 Messstellen)

 

Technische Daten